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"What good would wings be if you couldn't feel the wind on your face?"


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"If today was perfect there would be no need for tomorrow."

Mein Weg

Ich laufe durch einen Wald. Ich bin schon recht lange unterwegs.
Wie lange schon?- Das weiß ich nicht.
Mein Weg?! Wohin er mich führt!?- Ich habe keine Ahung.
Wie er so ist?!- Manchmal ist er recht angenehm.- Hell. Sonnenstrahlen winden sich durch das dichte Laubdach und werfen wunderschöne, tanzende Flecken auf den braunen, wohl riechenden Boden. Er ist sehr weich. Federt meinen Gang. Dämpft meine Schritte.
Ab und zu kreuzen seltsmane Wesen meinen Weg. Doch sie verweilen nie lang. Sie bleiben mitten auf dem Weg stehen. Wir schauen uns in die Augen. Ich mache eine unachtsame Bewegung und schon sind sie verschwunden.
Aber es gibt auch Stellen, an welchen das Blätterdach zu dicht ist. Die Sonne schafft es nicht, sich einen Weg hindurch zur Erde zu kämpfen. Ich kann die Wurzeln nicht sehen. Das feuchte Laub. Ich stürze. Schlage mir meine Knie auf. Sie bluten. Doch ich stehe wieder auf. Jedes mal. Ich klopfe mir die Erde von meinen Sachen. Laufe weiter. Ich weiß, dass diese Wunden verheilen werden. Keine Spuren hinterlassen werden. Sie sind nicht tief. Jedoch werde ich mich an sie erinnern...

Ich könnte ewig so weiter laufen. Ewig, wenn es da nicht diese Lichtung geben würde. Ab und zu kann ich einen Blick auf sie erhaschen. Sie liegt einmal rechts, einmal links von mir. Hintern dicken, alten Bäumen verborgen. Doch nie direkt vor mir.
Sie wirkt einladend auf mich.- Hell und freundlich. Es führt kein Weg zu ihr. Ich bin neugierig. Ich möchte wissen, was mich auf ihr erwartet- Blumen? Ein Bach? Ein kleines, halb verfallenes Steinhäuschen?- Ich weiß es einfach nicht. Aber ich würde es gerne wissen.
Ich verlasse meinen sicheren Weg und schlage mich durchs Unterholz. Ich achte dabei nicht auf das vetrocknete Gestrüpp. Die Dornen.
Kratzer zieren meine Arme- Die einen tief, die anderen weniger tief.
Sie werden Narben hinterlassen.- Die einen sichtbar, die anderen weniger sichtbar. Oft bemerke ich meine Verletzungen erst, wenn es zu spät ist. Bemerke sie erst, wenn sich ein höllischer Schmerz in mir ausbreitet.
Je teiefer ich in den Wald hinein gehe, desto dunkler wird es. Bald ist es fast schwarz. Ich stolpere wie blind umher. Muss meinen Blick auf den Boden richten. Doch dann blicke ich wieder nach vorn um zu sehen, ob ich meinem Ziel ein Stück näher gekommen bin. Ich sehe nur Dunkelheit. Die Lichtung ist verschwunden.
Ein beklemmendes Gefühl breitet sich in mir aus. Ich habe Angst. Fühle mich allein gelassen. Und mir wird klar: Ich habe den falschen Weg genommen. Ich habe mich verlaufen.
Ich weiß nicht wie, doch irgendwie finde ich immer wieder zurück. Es ist ganz gewiss nicht einfach. Und es dauert seine Zeit. Doch ich finde wieder zurück. Zurück auf meinen Weg. Ich nehme mir vor, ihn nie wieder zu verlassen. Zu warten, bis die Lichtung vor mir auftaucht. Zu warten, bis mich mein Weg zu ihr fürht.


Bis ich sie das nächste Mal sehe...Bis mich das nächste Mal dieses Gefühl erreicht...Bis...Oh...Könnt ihr sie sehen?! Dahinten?! Nein?! Seht doch genau hin...Da...Rechts von euch...




26.3.09 17:05
 


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